Milte. Ein Ort mit etwa 2000 Einwohnern. Aber hier wird was geschafft, was Orte mit mehreren 10.000 Einwohnern niemals hinbekommen. Es wird nicht lange gejammert, dass nichts geht, weil kein Geld da ist, oder weil die Jugend von Heute nichts mehr taugt, weil man keinen ortseigenen Bürgermeister mehr hat, oder warum auch immer. In knackig-kurzen Arbeitssitzungen werden Beschlüsse gefasst - und zeitnah in die Tat umgesetzt. Jeder ist in irgendeinem Bereich fitt oder kennt jemanden, der was beitragen kann. "In welchem Ort oder welcher Stadt ist das nicht so?", werden Sie vielleicht fragen. "Stimmt", frag ich mich auch. Aber das Besonder ist hier: Es wird der gemeinsame Nenner gesucht und nicht das was vielleicht trennt. Man schaut was geht und nicht was gerade nicht geht. Man sucht Unterstützer, es wird selbst Hand angelegt und wagt sich dabei an kleine oder auch grössere Projekte. Find ich super. Mir hat das Anlegen einer Streuobstwiese mit den Milteraner Bürgern sehr viel Spass gemacht. Bitte mehr davon. Wer genau hinkuckt, sieht, dass Orte und kleinere Städte, die aus ihrer Jammer-Lethargie herauskommen, super zukunftsfähig sind. Tolle Beispiele gibt es in Hoetmar (Bürgerbus), Freckenhorst (TuS, Kinderchor, Nachbargemeinschaften, Berittener Fanfarenzug...) und und und. Bitte den Hintern aus dem Sessel und selber mitmachen...